Start arrow Gefahren aus dem Internet
Jugendgefährdende Inhalte PDF Drucken E-Mail
Für jeden, der im Internet surfen kann, ist es nicht sehr schwer, gewaltverherrlichende oder pornografische Darstellungen auf den Bildschirm zu holen. Wenn Kinder und Jugendliche gezielt nach unzulässigen und jugendgefährdenden Inhalten im Internet suchen, werden sie auf jeden Fall fündig.

Wer gezielt nach rechtsradikalen Gruppen sucht oder Insider-Begriffe kennt, hat Zugriff auf das gesamte rassistische und neonazistische Angebot im Internet. Einschlägige Internet-Adressen werden auf Schulhöfen getauscht. Darunter fallen auch sogenannte Tasteless-Seiten, auf denen "Geschmacklosigkeiten" aller Art gesammelt werden. Mit zynischen Kommentaren werden Unfälle und Verstümmelungen in "Leichengalerien" präsentiert. Menschen, die von schweren Krankheiten gekennzeichnet sind, oder "humoristische" pornographische Fotos gehören ebenfalls dazu. Diese Seiten werden von Anbietern verlinkt oder über Zeitschriften "angepriesen". Eine Handhabe gegen diese Seiten gibt es zur Zeit nicht, weil sie über überseeische Server ins Netz gestellt werden.

Wer nach "sex photos", "free pics" oder einfach nach "porno" sucht, wird je nach Suchmaschine bis zu 10 Millionen Fundstellen finden. Einige Suchmaschinen bieten bei einschlägigen Suchanfragen eine Kategorie "nur für Erwachsene" an, die auch für Kinder und Jugendliche frei zugänglich ist. In diesem Adult-Bereich sind zur Zeit Zehntausende von Bildergalerien aufgelistet. Bei einer großen amerikanischen Suchmaschine werden u.a. Unterkategorien wie z.B. "hardcore", "anal", "oral", "teens", "fetishes", "bestiality", "incest" angeboten. Als zusätzliche Dienstleistung ist jede Kategorie in sich gegliedert. Aus einer Liste werden Angebote für Mitglieder oder für Nutzer (User) nach Altersprüfung zugänglich gemacht. Es gibt aber auch Angebote, die gänzlich ungeschützt Hardcore anbieten (Free).

Fast alle großen Portale haben als Service für ihre Nutzer einen "Erotik"- Bereich im Angebot, in dem Sex -Darstellungen im Stile von Zeitschriften aufgelistet sind.

Kinder sollten dazu angehalten werden, möglichst deutsche Suchmaschinen zu verwenden. Fast alle deutschen Suchmaschinen haben sogenannte Spam-Protection-Teams eingerichtet, die versuchen, falsch deklarierte und unzulässige Angebote abzuwehren. "Gute" Suchmaschinen bieten zu Problemsites deshalb auch Beschwerdeadressen.